Die 10 größten Stolpersteine beim OBS einrichten – und wie du sie vermeidest.

Martin Heppner  - 28.07.2025 - Tech & Tools – Aktualisiert: 08.03.2026 - Kommentare: 0


Ausschnitt aus der Benutzeroberfläche von OBS Studio. Obere Hälfte: die Leinwand, der Oberkörper eines Mannes ist sichtbar. Untere Hälfte: Panels mit Szenen und Quellen.

Aller Anfang ist schwer?

OBS Studio ist ein großartiges Streaming-Programm, um Video-Calls, Online-Meetings und Webinare anders zu gestalten, als du es jemals zuvor getan hast – und anders, als alle anderen es tun.

Die OBS-Software ist super-flexibel, kann einem aber beim Einstieg etwas hölzern und ungelenk vorkommen. Wenn du aber von Beginn an genau weißt, wie du OBS einrichten musst, wie du die ersten Strukturen richtig anlegst und weiterentwickeln kannst, wirst du die Flexibilität von OBS Studio lieben. Durch diese ersten Schritte will ich dich hier führen.

Schnelle Installation: mit dem Einrichtungsassistenten von OBS Studio

OBS Studio kannst du mit macOS, Windows oder Linux nutzen. Auf der Download-Seite https://obsproject.com/de/download findest du die Installationsdaten für alle drei Systeme.

Woher weißt du, welchen Apple-Rechner du hast?

Unter dem @-Symbol findest du in dem angezeigten Fenster, ob dein Apple-Rechner mit einem älteren Intel-Prozessor, oder einem aktuelleren Apple-Prozessor läuft. Die aktuelle macOS-Version von OBS Studio 31.0.4 (veröffentlicht: 27. Juni 2025) unterstützt macOS 10.15 und neuer.

Screenshot des Info-Fensters "Über diessen Mac", das Infos über Chip, Speicher, Startvolumen, Seriennummer und macOS-Version eines MacBook Pro anzeigt.

Mit einem Doppelklick auf die Installations-Datei mit der Endung “.dmg” öffnet sich das Installations-Fenster. Das OBS-Studio-Symbol ziehst du mit der Maus auf das Ordnersymbol “Applications”. Das Programm liegt nun im Programmordner und kann gestartet werden.

Screenshot eines Finder-Fensters mit der Installationsdatei von OBS Studio, die man in den Application-Ordner zieht.

Nicht vergessen beim OBS einrichten: den Zugriff auf Kamera und Festplatte gewähren.

Damit OBS Studio die Ressourcen des Rechners nutzen kann, musst du in den macOS Systemeinstellungen: “Datenschutz & Sicherheit” folgenden Zugriff gewähren:

  • “Dateien & Ordner”
  • “Medien & Apple Music”
  • “Aufnahme von Bildschirm & Systemaudio”
  • “Kamera”
  • “Lokales Netzwerk”

Installation für Windows-Rechner

Die Windows-Version von OBS Studio unterstützt Windows 10 und 11. du kannst den Installer herunterladen, der die Installation auf den Rechner automatisch startet, die du einfach Schritt für Schritt durchgehst. Du kannst auch die ZIP-Datei herunterladen, um den Installationsprozess manuell zu starten.

Installation für Linux-Rechner

Die Linux-Version ist offiziell für Ubuntu 14.04 und neuer verfügbar. FFmpeg ist erforderlich.

Video- und Audio-Einstellungen beachten

Ein beliebter Fehler sind falsche Audio- und Videoeinstellungen. Viele stellen zu hohe Videoauflösungen ein, dadurch wird viel Rechenkapazität benötigt, ohne dass du einen merklichen Effekt siehst, zu geringe Einstellungen erzeugen dagegen eine schlechte Qualität.

  1. Ausgabeauflösung: Bei den Einstellungen unter “Video” macht für die “Basis-(Leinwand-)Auflösung” 1920 x 1080 (Full HD) für eine hohe Qualität Sinn. Mehr allerdings nicht, weil z.B. Zoom oder Teams nicht mehr als 1080p übertragen können, und das auch nur im optimalen Fall. Die “(skalierte) Ausgabeauflösung“ sollte dann praktischerweise ebenfalls 1920 x 1080 betragen, weil diese dann nicht von OBS neu gerechnet werden muss (es sei denn, du willst bewusst ein anderes Format senden). 
  2. Video-Bitrate: Für 1080p-Übertragungen in OBS sollte die Bitrate bei etwa 3000 – 6000 Kbps liegen. Gehe zu Einstellungen > Ausgabe > Streaming und stelle sicher, dass die Bitrate auf diesen Bereich eingestellt ist, abhängig von deiner Internetgeschwindigkeit.
  3. Framerate: Für flüssige Videoübertragung wähle 30 FPS oder 60 FPS, wenn die Hardware dies zulässt. Gehe zu Einstellungen > Video > Framerate und wähle 30 oder 60 FPS aus.
  4. Encoder: Verwende x264 oder die Hardwarebeschleunigung (NVENC/AMF) für eine bessere Performance. Gehe zu Einstellungen > Ausgabe > Streaming und wähle den gewünschten Encoder.

Durch diese Einstellungen kannst du sicherstellen, dass deine Videoübertragung die besten Ergebnisse in Zoom und Teams erzielt, ohne die Systemleistung übermäßig zu belasten.

Beim OBS einrichten die Benutzeroberfläche individuell einstellen

Woran man sich beim Start in OBS Studio reiben kann, das ist die Benutzeroberfläche. Der obere Bereich ist die Leinwand, dort wird das Videobild gezeigt, das du in OBS produzierst und in den Stream schickst. Der Bereich unterhalb der Leinwand ist den Docks vorbehalten – in der Standardeinstellung mit Szenen, Quellen, Audiomixer, Szenenübergängen und der Steuerung. Zu viel des Guten, wie ich finde, weil schnell der Überblick und damit die Handhabung leidet – insbesondere bei den Bezeichnungen der Szenen und Quellen, mit denen man am meisten arbeiten wird.

Aber OBS wäre nicht OBS, wenn man das nicht einstellen und individualisieren könnte:

  • Im Menü “Docks” lassen sich einzelne Docks ein- und ausblenden.
  • Meine Empfehlung für das (temporäre) Ausblenden:
    den Audiomixer (benötigt man nur für Aufnahmen mit OBS) und die Szenenübergänge (werden einmalig eingestellt, that’s it).
  • An der Kopfzeile kannst du ein Docks aus dem Bereich herausziehen und freischwebend auf deinen Bildschirm platzieren,
  • oder du schiebst es unterhalb oder oberhalb eines anderen Docks, dann sind beide innerhalb einer Spalte direkt auswählbar (1), 
  • oder du schiebst das Dock in ein anderes hinein, zwei Docks liegen dann gemeinsam in einer Spalte und können über einen Tab ausgewählt werden (2).
  • Außerdem kannst du an den Rändern jeden Docks die Spaltenbreite verändern. Wenn du mit der Maus langsam von einem Dock ins nächste fährst, leuchtet eine Linie zwischen den Docks weiß auf, und du kannst mit dem veränderten Maussymbol die Spaltenbreite durch Ziehen verändern (3).
  • Gleiches kannst du auch mit der waagerechten Trennung zwischen der Leinwand oben und den Docks unten machen.
Benutzeroberfläche von OBS Studio. Die Docks können individuell zusammengestellt werden, die Spaltenbreite kannst du nach rechts/links verschieben.

Von den standardmäßigen 5 Spalten reduziere ich meine Docks auf 3 Spalten, sehr überschaubar. Die Bezeichnungen der Szenen und Quellen bleiben so problemlos im Blick.

Man kann den Bereich der Docks – neben vielen anderen Bereichen (wirf doch gleich mal einen Blick in den Punkt 10) durch Plugins mit individuellen Funktionen erweitern. Ich habe z.B. einen sehr komfortablen Countdown-Timer (4).

Ordner auf der Festplatte mit allen Quellen-Daten

Eines solltest du direkt nach der Installation auf deiner Festplatte für OBS einrichten: einen Ordner, in dem du alle Dateien sammelst, die du in OBS als Quelle benutzt: Bilder für virtuelle Hintergründe, dein Logo, Video- oder Audiodateien … was auch immer du in OBS nutzen willst. Aber was soll dieser Ordner? Nun, wenn du z.B. ein Bild importierst, dann wird es nicht wirklich dort gespeichert – OBS merkt sich nur den Pfad, von wo aus die Datei importiert worden ist. Änderst du den Speicherort, oder den Namen der Datei, findet OBS diese Datei nicht, kann sie nicht mehr anzeigen, und wird Dich bei jedem Programmstart nach dieser Datei fragen. Du kannst die Verbindung zwischen OBS und der Datei wiederherstellen, das kann aber sehr mühsam sein …

Ordner anlegen, und dann: Hände weg davon.

Mein Tipp also: Lege den Ordner an einer Stelle deiner Festplatte an, z.B. im Standard-Ordner “Dokumente”, nenne ihn zum Beispiel “OBS Assets” – und dann: die Hände weg. Nicht mehr umbenennen, nicht mehr woanders hinschieben … Sonst wirst du mühsam Dateien neu zuweisen müssen.

Ordnung halten, Übersicht behalten

Namen von Szenen und Quellen kurz und eindeutig halten

Der Platz der Benutzeroberfläche ist begrenzt (auch wenn du diese flexibel gestalten kannst, siehe Punkt 3). Dennoch solltest du von Beginn an darauf achten, die Bezeichnungen möglichst kurz zu halten. Bei der Auswahl einer Quelle in der Liste bereits benutzter Quellen wird Dir das sehr helfen. Beispiele meiner Szenen sind

  • ICH – Brio 4K – front
  • ICH – Brio 4K – close
  • ICH – Brio500 – rechts
  • ICH – C920 – links

Was meinst du, muss ich Dir erklären, worin sich die Szenen unterscheiden?

Lieber mehrere Szenen, als eine Szene mit zu vielen Quellen

Meine Beispiel-Szenen sind ein Zeichen dafür, dass ich 4 Szenen gebaut habe, die eigentlich nur aus verschiedenen Webcams bestehen, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Die Struktur innerhalb der Szenen ist dadurch denkbar einfach. Um zwischen den verschiedenen Webcams zu schalten, muss ich lediglich die Szene wechseln. Wären die Kameras in einer Szene, müsste ich für den Wechsel gleich zwei Aktionen ausführen: die eine Webcam aktivieren, die andere Webcam deaktivieren.

Quellen fixieren

Was so richtig nerven kann: Du hast mehrere Quellen in deiner Szene platziert. Du willst die Kamera vergrößern, den Hintergrund auf die komplette Leinwandgröße skalieren, und dein Logo an den Rand platzieren. Und was passiert? Du klickst und klickst, und kommst an das Logo da unten nicht heran. Das nervt. 

Der Grund dafür ist einfach erklärt und die Lösung dazu genauso. Aber eines nach dem anderen.

Der Grund für diese blöde Klickerei ist: Die Quellen sind innerhalb einer Szene in Ebenen organisiert. Eine Quelle über der anderen, in der Reihenfolge, wie sie in dem Quellen-Dock angezeigt werden. Will man an eine Quelle in der unteren Ebene, sind die darüber liegenden schon mal im Weg.

Die Lösung ist ganz einfach. Bei jeder Quelle gibt es zwei Symbole:

  • Das Auge regelt die Sichtbarkeit der Quelle. Du kannst sie damit ein- und ausblenden. 
  • Die graue Färbung zeigt an, dass die Sichtbarkeit deaktiviert ist.
  • Das Schloss zeigt die Möglichkeit des Zugriffs auf die Quelle an.
  • Die weiße Färbung zeigt an, dass die Funktion aktiviert ist, die Quelle ist also abgeschlossen und kann nicht verändert werden.
Symbole einer Quelle: ein Augen-Symbol für die Sichtbarkeit einer Quelle, ein Schloss-Symbol für den Status "editierbar" und "abgeschlossen"

Genau das ist die Lösung für die Qual: Fixiere alle Quellen mit dem Schloss, öffne es nur, wenn du die Quelle verändern willst – die Position, die Größe, einen Filter … was auch immer. Einfach fixieren, dann ist alles ganz einfach.

Nur den relevanten Teil von Quellen in der Szene übertragen

Ein äußerst hilfreiches Werkzeug ist das Beschneiden von Elementen. Wenn du ein Bild in deine Präsentation importierst, ist vielleicht nur ein bestimmter Teil des Bildes wirklich interessant.

Ich präsentiere meine PowerPoint-Folien nicht so gerne im Präsentations-Modus (der unverschämterweise ja den ganzen Bildschirm einnimmt), sondern in der Standardansicht. Dann habe ich nämlich alle Folien im Blick und kann bei Bedarf spontan Folien vorwärts und rückwärts überspringen. Wenn ich diese Ansicht als Quelle in OBS einbinde, möchte ich dann aber nur die Folie in der Szene sichtbar haben – nicht das komplette PowerPoint-Menüfenster.

Die Lösung: die Quelle beschneiden mit der Wahl-Taste (“option” beim Mac, “Alt” bei Windows). Mit gedrückter Alt-Taste und dem Ziehen an einem der Anker-Punkte wird die Darstellung der Quelle beschnitten.

Die Sichtbarkeit einer Quelle beschneiden: wenn du nur einen Teil des PowerPoint-Fenters in OBS übertragen willst, kanns du mit dem Beschneiden der Quelle nur einen Teil (die Folie selbst) sichtbar machen.

Die durchgezogene rote Linie ist der Rahmen um die vollständige Quelle, die grüne gestrichelte Linie der (mit der Wahl-Taste + Maus) beschnittene Teil.

Voransicht auf der Leinwand in OBS Studio: durch das Beschneiden der Quelle ist in OBS nur die Folie (zusammen mit der Kamera-Quelle des Präsentatoren) sichtbar.

Nur der beschnittene Teil der Quelle ist in der Szene (und dann später im Stream) zu sehen.

Sparsam mit Bildern und Videos umgehen

So ein Video-Stream ist immer ein ziemlicher Kraftakt für einen Rechner. Deshalb solltest du für eine gute Performance im Online-Meeting sparsam mit den Ressourcen deines Rechners umgehen. Innerhalb von OBS Studio kannst du das an einigen Stellen aktiv beeinflussen. Welche Rechenlast OBS hat, kannst du in der Statusleiste im Fuß des OBS-Fensters sehen. Falls es nicht angezeigt wird: Ich würde es zur Kontrolle dauerhaft einblenden – du findest es im Menü “Ansicht” unter “Statusleiste”.

OBS hat die Angewohnheit, alles was du an Quellen in der Szene eingebunden hast, zu verarbeiten. Das gilt auch für Quellen, die vielleicht gar nicht angezeigt werden. Zum Beispiel, wenn andere Quellen ein Bild überdecken, oder wenn eine Quelle mit dem Augen-Symbol ausgeblendet worden ist.

Um sicherzugehen, dass OBS solche Quellen nicht doch noch verarbeitet, solltest du Folgendes tun:

Bild entladen, wenn es nicht gezeigt wird.

Bei Bildern findest du bei den Einstellungen (mit Doppelklick auf die Bildquelle oder aufzurufen mit dem Button Option "Eigenschaften" einer Quelle, um die Eigenschaften zu bearbeiten. die Option “Bild entladen, wenn es nicht gezeigt wird”. Diese solltest du immer aktiviert haben, damit das Bild nur berechnet wird, wenn es in der Szene auch wirklich sichtbar ist.

Die zweite Option “Alpha im linearen Raum anwenden” bezieht sich auf die Verarbeitung von Bildern mit Transparenzen. Ist die Option aktiviert, verbessert OBS das Zusammenrechnen der Transparenz mit dem Untergrund. Der Speicherbedarf ist im Regelfall nicht so gravierend, bei Rechnern mit wenig Speicher oder Grafiken mit hoher Auflösung kann es zu mehr Rechenbedarf kommen. Mein Tipp: Wenn nicht unbedingt nötig, lieber drauf verzichten. Ein Test macht da Sinn: Wird die Darstellung der Grafik wirklich verbessert, und erhöht sich der CPU-Wert merklich?

Optionen, um in den Eigenschaften der Quelle "Bilddatei" zu bearbeiten: "Bild entladen, wenn es nciht gezeigt wird" und "Alpha im linearen Raum anwenden".

Hardwarekodierung verwenden, falls verfügbar

Bei Videos gibt es ähnliche Optionen, die für den Speicherbedarf von OBS relevant sind. In jedem Fall sollte die Option “Hardwarekodierung verwenden, falls verfügbar” aktiviert werden. Dabei wird die Kodierung des Videos von den Prozessoren deines Rechners (also der Hardware) übernommen und ist im Zweifelsfall immer schneller und effizienter gegenüber der Kodierung der Software OBS.

Eigenschaften einer Video-Quelle. Optionen: "Lokale Datei", "Endlossschleife", "Widergabe bei Quellenaktivierung erneut starten", "Hardwarekodierung verwenden, falls verfügbar", "Nichts anzeigen, wenn Wiedergabe endet", "Datei schliessen, wenn inaktiv".
Prozent-Regler: "Geschwindigkeit"
Auswahl-Optionen: "YUV-Farbbereich".
Option: "Alpha im linearen Raum anwenden".
Auswahl-Option: "FFmpeg-Optionen".

Sparsam mit Filter umgehen

Eine weitere Quelle von hohem Speicherbedarf beim OBS einrichten ist die Verwendung von Filtern, das sind insbesondere die folgenden:

  1. Chroma Key (grüner Hintergrund): Dieser Filter verwendet zusätzliche GPU-Ressourcen und kann bei intensiven Auflösungen und großen Videoquellen zu einem hohen Speicherverbrauch führen.
    Weil ich mit diesem Filter meine Präsenz im OnlineMeeting, insbesondere beim Präsentieren von Folien oder anderen Inhalten stärken kann, verzichte ich auf gerade diesen Filter nicht und reduziere dafür lieber den Einsatz anderer Filter.
  2. Latenzkompensation (Sync Offset): Der Filter, der für die Synchronisierung von Audio- und Videoquellen zuständig ist, kann den Arbeitsspeicher belasten, insbesondere bei längeren Streams mit mehreren Quellen.
  3. Rauschunterdrückung (Noise Suppression): Je nach Algorithmus kann dieser Filter die CPU und den Arbeitsspeicher stark beanspruchen. Insbesondere der neuere RNNoise-Filter kann mehr Speicher erfordern als einfachere Methoden wie Speex.
  4. 3D-Transform (Video Filter): Wenn du Videoquellen stark skalierst oder drehst, kann dies zusätzliche Berechnungen und Speicheranforderungen erzeugen.
  5. Shader-basierte Filter (z. B. Visual Effects): Filter, die Shader verwenden, wie zum Beispiel der Blur oder Edge Detection, können die GPU stark beanspruchen und den Arbeitsspeicher beanspruchen.
  6. Multi-Source Layering (Vielzahl an Quellen mit verschiedenen Filtern): Wenn du mehrere Quellen hinzufügst, die jeweils eigene Filter anwenden, kann dies besonders bei hoher Auflösung oder komplexen Szenen den Speicherverbrauch erhöhen.

Je nach Komplexität der Szenen und den angewendeten Filtern variiert der Speicherverbrauch. Generell lässt sich durch das Deaktivieren oder Reduzieren von Filtern der Speicherbedarf in OBS Studio optimieren.

Eine Quelle in mehreren Szenen

Wenn du eine Quelle in mehreren Szenen einsetzen möchtest, solltest du folgende Aspekte beachten:

Neu erstellen” oder “Existierende hinzufügen”?

Beim Hinzufügen einer Quelle in einer Szene mit dem “+”-Zeichen, wirst Du in jedem Dialogfenster die Auswahl zwischen “Neu erstellen” und “Existierende hinzufügen” haben. Schau bitte IMMER nach, ob du die gewünschte Quelle vielleicht schon in einer anderen Szene angelegt hast – wenn du zum Beispiel einen virtuellen Hintergrund in mehreren Szenen nutzen möchtest. Immer wieder neue Quellen, auch wenn sie eigentlich die gleichen sind, belasten das System und machen vieles unübersichtlich.

Eine Szene als Quelle in einer Szene

Hört sich kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht – wenn man weiß, was das heissen soll. Kurz erklärt: Ich habe mehrere Szenen, in denen ich neben meinem Kamerasignal eingebundene Inhalte präsentiere – dort ist meine Kameraquelle nach links gerückt, um rechts neben mir entweder eine Folie, die Inhalte einer Website oder den Bildschirm meines Tablets darzustellen. Mir ist wichtig, dass die Kameraposition in den drei Szenen immer gleich ist. Das mache ich folgendermaßen:

  1. Ich erstelle eine Basis-Szene, in der nur meine Webcam als Quelle enthalten ist, so weit nach links gerückt, dass der gewünschte Platz für die Inhalte vorhanden ist. Ich nutze eine spezielle Bezeichnung für solche Basis-Szenen – z.B. “x_Webcam-Keynote” – damit ich diese schnell identifizieren kann.
  2. In den Präsentations-Szenen wähle ich dann jeweils aus der Liste der Quellen die “Szene” Szenen als eigene Quellen-Option aus, dort stehen dann alle bisher erstellten Szenen zur Verfügung, also auch die mit der Webcam, die nach links gerückt ist. Damit ist die Webcam in diesen Szenen identisch platziert.
  3. Der Vorteil dabei: Willst du Position der Webcam in den Präsentations-Szenen ändern, brauchst du nur die Basis-Szene ändern, das wirkt sich dann in allen Szenen aus, in der die Basis-Szene enthalten ist.

Wenn du eine Quelle in mehreren Szenen nutzt, solltest du daran denken: Änderungen, zum Beispiel bei Filtern, wirken sich auf alle Szenen aus, in denen die Quelle enthalten ist. Was sehr praktisch sein kann – passt du den Chromakey-Filter der Webcam etwas an, ist das dann in allen Szenen gleichermaßen wirksam.

Nix ist nur Standard, alles ganz viel individuell

Eine der Besonderheiten von OBS Studio ist es, dass durch die weltweite Entwickler-Community viele verschiedene Plug-ins verfügbar sind. Damit kannst du das System ganz nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen individuell einrichten. Meine Lieblings-Plug-ins sind zum Beispiel

  • der Countdown-Timer (sehr einfach zu erstellende Countdown-Funktion, die individuell gestaltet werden können),
  • Aitum Multistream – wenn du dein Signal in mehrere Plattformen gleichzeitig streamen willst (also YouTube, Facebook, Instagram …)
  • oder Draw – damit kannst du auf deiner Leinwand zeichnen, um zum Beispiel bestimmte Informationen auf deiner Folie zu markieren.

Du findest die Sammlung der Plug-ins hier: https://obsproject.com/forum/plugins/

Resümee

OBS Studio ist ein großartiges Tool für Online-Meetings, Live-Streams und Videoaufnahmen. OBS ist eine OpenSource-Software und wird deshalb nicht von einem Unternehmen mit konkreten Marketing- und Vertriebszielen entwickelt, sondern von einer weltweiten Entwicklergemeinde. Das macht das OBS einrichten sehr flexibel – Flexibilität bedeutet gleichzeitig auch viele Möglichkeiten, was auf Kosten der schnellen und einfachen Bedienung gehen kann.

Wenn man die ersten Hürden beim OBS einrichten überwindet – und mit diesem Beitrag sollte Dir das gelingen – dann macht OBS Studio riesig Spaß, weil es voller Möglichkeiten ist, und du weißt, wo du hingreifen musst, und wo nicht.

Hast du Fragen zum Einrichten von OBS Studio?

Findest du, dass in diesem Beitrag etwas fehlt oder er nicht ganz verständlich ist? Möchtest du noch mehr über das Einrichten von OBS Studio erfahren? Schreib gerne, was dich bewegt, was du dir wünschst, wie es dir mit OBS Studio geht. Hier im Kommentar oder direkt per Mail.

Martin Heppner – „Kommunikation hat (fast) nichts mit Reden zu tun. Entscheidend ist die Qualität der Beziehung.“

Über mich:  Das Thema Kommunikation zieht sich durch mein gesamtes Berufsleben. Knapp 25 Jahre in eigener Werbeagentur – Weiterbildungen in NeuroKommunikation und NeuroDidaktik haben mich zu der Frage geführt, was überhaupt beim Kommunizieren genau passiert. Meine Erfahrung und mein Wissen bringe ich ein in dem so speziellen und schwierigen Umfeld von VideoCalls, OnlinePräsentationen und Webinaren. Ich berate und trainiere dich in deiner VideoKommunikation, mit starker Präsenz, mit Präsentationen, die anders sind als bisher, und anders als die anderen. 

Mehr über mich erfährst du hier >

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