Bühnenpräsenz durch Story-Acting

Elma Esrig  - 03.02.2026 - Vortragen & Präsentieren – Aktualisiert: 03.02.2026 - Kommentare: 0


Das Bild ist in pink und blau eingefärbt. Elma Esrig steht mit weißer Bluse und grauer Nadelstreifen-Hose draußen vor einer hellen, verschwommenen Steinwand. Sie hat die Arme zu einer Geste links und rechts ausgebreitet und ist seitlich von rechts aufgenommen. Sie blickt mit offenem Mund sprechend nach links.

Was ist das Geheimnis von Bühnenpräsenz? Ist das eine angeborene Fähigkeit, fremde Menschen in den Bann zu ziehen? Eine Art „Ausstrahlung“, die wenigen Auserwählten die Aufmerksamkeit des Publikums schenkt?

Wenn es so wäre, dann könnte ich hier nur beschreiben, wie sich Bühnenpräsenz auf andere Menschen auswirkt und wie glücklich diejenigen sein müssten, die sie besitzen. Aber so ist es nicht! Ich will über ein zentrales Mittel, über eine Methode und Techniken schreiben, die Bühnenpräsenz bewirken. Sie sind erlernbar und trainierbar – keine Gabe, aber eben auch nicht einfach ein „Tool“ oder „Trick“. Wenn wir von „Präsenz“ sprechen, dann geht es nie um einen Anschein. Es geht darum, etwas Bestimmtes zu tun und dadurch einen wirklichen Eindruck in anderen hervorzurufen – Sein, nicht Schein.

Und Bühnenpräsenz ist keineswegs nur etwas für Künstler, sondern genauso für Menschen, die öffentlich auftreten, die Vorträge, Keynotes und Präsentationen halten. Wenn diese sich Bühnenpräsenz wünschen, dann aus zwei Gründen:

  • Sie wollen sich auf der Bühne, die sie beruflich nutzen, wohl und sicher fühlen. Sie wünschen sich, mit Freude aufzutreten und zu sprechen. – Bühnenpräsenz als Gegenentwurf zur Auftrittsangst.
  • Sie wünschen sich mehr, ja, eine besondere Wirkung beim Publikum. Nicht nur interessierte Zur-Kenntnisnahme, sondern Begeisterung und dadurch Veränderung. – Bühnenpräsenz für echten Impact.

Was ist „Story-Acting“?

Während der Begriff „Storytelling“ sich schon seit längerem einen festen Platz in der Welt des Public Speakings erobert hat, ist „Story-Acting“ als Methode für Bühnenpräsenz weitgehend unbekannt. So nah beide Begriffe erscheinen, so sehr trennt sie eine grundsätzlich unterschiedliche Auffassung davon, was „Sprechen“ eigentlich ist.

Elma Esrig steht mit weißer Bluse und grauer Nadelstreifen-Hose vor einem hellen unscharfen Hintergrund, schaut den Betrachter an und gestikuliert.
Sprechen ist Handeln und nicht „eine Geschichte erzählen“.

Der Unterschied zu „Storytelling“

Storytelling ist ein rhetorisches Mittel. Es wird schon seit Jahrtausenden genutzt wird, um Botschaften emotional zu vermitteln, komplexe Informationen verständlich zu machen und das Publikum zu fesseln, indem es durch persönliche Geschichten Emotionen weckt und darüber Resonanz und Identifikation beim Publikum erzeugt. Storys – Geschichten – lassen sich leichter merken, sie transportieren viel zuverlässiger Emotionen als bloße Fakten und schaffen es, das Publikum in die vom Sprechenden gewünschte Richtung zu engagieren. Kein Wunder also, dass dieses dramaturgische Sprach-Mittel, eine Geschichte zu erzählen, im Bildungsbereich, in Werbung und Marketing, in der Unternehmenskommunikation und im Public Speaking einen hohen Stellenwert besitzt.

Storytelling liegt ein Verständnis von Sprechen als einem Übermitteln von Informationen (letzteres im weitesten Sinne verstanden) zugrunde. Und dieses Übermitteln, Überbringen, Vor-Tragen von in der Vergangenheit Festgelegtem – diesen Informationen – gelingt in erzählerischer Form eben besonders gut.

Dagegen versteht „Story-Acting“ Sprechen ganz wesentlich als ein Handeln. Und die Informationsübermittlung – sei es auch in erzählender Form – ist dabei nur eine von vielen Weisen zu handeln. Denn der englische Begriff „Acting“ bezeichnet hier keine Nähe zu Schauspiel, wie man vermuten oder vielleicht sogar befürchten könnte. Es ist nichts anderes als das Wort „Handeln“ im deutschen. Wenn Sprechen ganz grundlegend als ein Handeln verstanden wird, dann – und das ist wichtig – geht dieses Prinzip weit über den besonderen Fall „performativer Sprechakte“ hinaus. Unter „Performativität versteht man den Sonderfall, dass bestimmte Äußerungen nicht nur etwas beschreiben, sondern durch ihr Aussprechen selbst eine konventionell anerkannte Handlung vollziehen (etwa ein Versprechen geben: „Ich verspreche …“ oder jemanden trauen: „Hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau.“).

Story-Acting behauptet, dass jedes Sprechen eine Handlung darstellt. Die „Story“ ist hier also keine Geschichte, die erzählt wird und demzufolge die immer gleiche Handlung in Verbindung damit ein Erzählen/Berichten/Mitteilen. Die Story im Story-Acting ist die Abfolge von sprachlichen Handlungen, die der Sprechende ausführt, um seine Absicht, weswegen er überhaupt hier und jetzt spricht, zu realisieren. Sie liegt nicht in der Vergangenheit und muss nur noch dem Publikum erzählt werden. Sie geschieht, sie ereignet, sie realisiert sich im Vorgang des Sprechens – der Vortrag nutzt nicht eine Story als Mittel, der Vortrag ist die Story!

In diesem Sinne könnte man die Auffassung von Sprache auch „pragmatisch“ nennen. Nicht, weil sie nüchtern, sachlich und strikt lösungsorientiert ist, sondern weil sie auf Handlung bezogen und ergebnisorientiert ist: Sprechen verfolgt Absichten und das Erreichen dieser macht es zu einem Handlungsvorgang. Und genau dieser Vorgang ist die vom Publikum erlebte „Story“.

Vom „Vortragen“ zum Sprechen: Bühnenpräsenz braucht Präsens

Der wesentliche Unterschied zu Storytelling besteht darin, dass im Story-Acting der Inhalt des Sprechens keine Geschichte ist und in der Vergangenheit liegt. Demzufolge ist auch das Sprechen selbst kein „Erzählen“. Das Sprechen ist die Abfolge sprachlicher Handlungen, mit denen der Sprechende die Absicht seiner Rede zu erreichen sucht. Dieses Zu-Erreichen-Suchen ereignet sich jetzt, vor den Augen und Ohren des Publikums, das den Handlungen, die sich auseinander entwickeln, folgt. Dabei wird es nicht von einer Geschichte (von ihrem erzählten Inhalt) gepackt, sondern davon, dass es Zeuge eines gegenwärtig ablaufenden Ereignisses ist. Das nennt man Erlebnis.

Und Bühnenpräsenz ist die Fähigkeit, ein Erlebnis zu erschaffen, indem man nicht als allwissender Erzähler Inhalte und Botschaften in Geschichten verpackt nur überbringt (egal wie interessant diese sein mögen und wie gut sie sprachlich formuliert und gestaltet sind!), sondern Inhalte und Botschaften als Akteur, als Handelnder, durchlebt und andere in dieses Durchleben hineinzieht. Nichts bringt andere Menschen so sehr in Resonanz wie das „Erleiden“, das Mit-Erleben also, unserer akuten Handlungen (Katharsis). Es ist das Präsens des Ereignisses, das im Story-Acting gegeben ist, welches die Präsenz des Geschehens auf der Bühne hervorbringt.

Bühnenpräsenz ist also keine Begabung, sondern die Fähigkeit, ein Geschehen zu entwickeln, das sprachlich und – ja, immer auch – körperlich abläuft. Geregelt, (zumeist) vorbereitet, einer Dramaturgie (Gliederung von Inhalten), vor allem aber einer Inszenierung folgend.

Die Grundlage von Bühnenpräsenz ist eine Inszenierung

Schon wieder ein theaternaher Begriff! Erst „Acting“ und nun: „Inszenierung“. Doch genauso wie „Acting“ nur der englische Begriff für „Handeln“ ist, so ist auch „Inszenierung“ nicht ausschließlich ein Theaterbegriff.

Ein Fotograf im Vordergrund schaut prüfend in den Monitor seiner Kamera, im Hintergrund steht Elma vor einem weißen Marmor-Hintergrund.
Inszenierung bedeutet nicht Fake, sondern das Wesentliche in Szene zu setzen.

Was heißt „Inszenierung“?

Die Inszenierung deiner Inhalte gestaltet das Erlebnis für dein Publikum. Du „setzt in Szene“, was für andere Bedeutung erlangen soll. Sobald du dich nicht nur deinem Anliegen und deinen Inhalten, sondern auch einem Publikum verpflichtet fühlst, sobald du es erreichen, bewegen, auf dein Ziel hin mitnehmen willst … – inszenierst du.

Eine Inszenierung verwandelt den zuvor geschriebenen Text in ein aktuelles Geschehen. Als Vortragender agierst du zunächst als Autor: du formulierst die Inhalte und setzt sie innerhalb einer äußeren Struktur (Anfang, Hauptteil und Schluss) zueinander in Beziehung. Diese Vorbereitung sorgt nicht nur für Klarheit und Verständlichkeit, sie gibt auch dir selbst Sicherheit, weil du deine Übergänge von einem Punkt zum nächsten als sinnvoll, stimmig, ja beinahe als zwingend, empfindest.

Aber was passiert nun im nächsten Schritt, in dem du den so vorbereiteten Text inszenierst? Wie geschieht das? Nun, durch das Inszenieren strukturierst du nun deine Inhalte zu einzelnen Handlungsetappen. Zu Etappen einer Reise, die du zeitgleich mit deinem Publikum (wie eine Art Reiseführer) unternimmst. Denn das Vorbereitetsein der Inhalte, die du als Autor festgelegt hast, birgt für deine Bühnenpräsenz ein Problem: Es schließt dich und deine Worte von deinem Publikum aus. Denn deine Zuhörer befinden sich immer im Hier und Jetzt, unwissend, was als Nächstes geschieht. Du aber bist durch deine Vorbereitung ein allwissender Erzähler, ihnen weit voraus, ja, im Grunde blickst du schon vom Ende her, das du ja nur zu gut kennst, auf den Inhalt zurück.

Wenn du aber – inszenierend – deine Informationen zu einzelnen Handlungsbögen zusammenfasst, deinen Text also in Handlungsabschnitte einteilst, dann geschieht (Bühnen-)Präsenz. Weil du dich vom Überbringer von Vergangenem zum Handelnden im Präsens verwandelst.

Im Vorgang des Vortragens setzt du nämlich dann Handlungsbogen für Handlungsbogen sprachlich um. Du sprichst nicht vom Ende, vom Ziel der Reise her, sondern du führst die Reise für das Publikum immer nur von einer Etappe zur nächsten. Du scheinst auf Sicht zu fahren (auch wenn du zugleich genau weißt, was als nächstes passiert), weil du dich – handelnd – immer genau an dem Ort und in dem Zeitpunkt befindest, den du gerade entfaltest. Genauso, wie es auch das Publikum tut! Ihr seid zeitgleich am selben „Ort“ des Vorgangs. Das schafft Verbindung, erzeugt Resonanz – das nennt man „Erlebnis“.

Eine Inszenierung ist nichts „Theatralisches“, sie ist dieses Festlegen der Handlungs-Etappen deiner sprachlichen Reise, für und zusammen mit deinem Publikum. Die Aufgabe der Inszenierung ist es also, dieses Vor-Wissen und Vorraus-Sein des Sprechenden im Moment der Darbietung verschwinden zu lassen.

Das Babuschka-Prinzip einer Inszenierung: Mission – Grundabsicht – Handlungseinheit – Hauptgedanke/Einschub

Bühnenpräsenz braucht einen handelnden Vortragenden. Und diese Handlungen werden in der Inszenierung festgelegt. Die Inszenierung eines Vortrags folgt dabei einem Prinzip, das sich immer weiter konkretisiert. Wie diese kleinen ineinander verschachtelten Püppchen, die im Rumänischen „Babuschka“ und im Russischen „Matrioschka“ heißen.

4 Babuschka-Püppchen
Babuschka-Püppchen

Deinem Vortrag voraus und zu Grunde liegt deine Mission. Sie ist viel mehr als nur ein Ziel, sie ist das, was dich wirklich berührt. Ich bin überzeugt davon, dass jede Expertin und jeder Experte eine Art „Mission“ besitzt, die sie in ihrem Handeln leitet. Deine Mission wird sich auf eine bestimmte konkrete Weise dem verschreiben, was ein „besseres, ein sinnenhaftes Leben“ ermöglicht.

Für die Lebendigkeit deines Vortragens ist es wichtig, dir selbst deine Mission klar vor Augen zu führen. Sie ist die Energiequelle deiner Darbietung und wirkt dadurch, dass sie (zumeist) im Vortrag unausgesprochen bleibt, nur umso kraftvoller.

Deine Mission beinhaltet (als nächst kleinere Babuschka) die Grundabsicht dieses einen konkreten Vortrags, den du jetzt hältst. Er ist gewissermaßen ein spezieller Anwendungsfall deiner übergeordneten Mission.

Sei dir also darüber im Klaren, was du mit deinem jeweiligen Vortrag erreichen willst. Diesem Ziel dienen nun (in der nächst kleineren Babuschka) alle konkreten Handlungseinheiten der Inszenierung. Sie liefern der übergeordneten Grundabsicht zu, weil sie allesamt – verschlungene, miteinander ringende, aufeinander aufbauende – Wege sind, diese Grundabsicht deiner Rede zu erfüllen.

Jede Handlungseinheit wiederum kann – neben dem Hauptgedanken (ihrer 1. Ebene) – Einschübe auf einer 2. und 3. Ebene des Sprechens besitzen. Mit den Einschüben haben wir das kleinste Struktur-Element (die Kern-Babuschka) erreicht. Doch dazu im Folgenden mehr.

Sprechen mit Bühnenpräsenz heißt, vom Text zur Handlung übergehen

Die Inszenierung erstellt auf diese Weise eine innere Struktur deines Vortrags. Das heißt, sie bündelt deine Inhalte und gibt ihnen eine neue Identität: Aus Informationen werden Handlungen. Diese Umdeutung deines Vortrags zu einer Handlungsabfolge verändert alles.

Denn: Worte können so viel mehr als nur etwas mitzuteilen; etwas, das der Sprechende schon weiß, an andere, die es noch nicht wissen. Die philosophischen Ansätze von John Langshaw Austin („How To Do Things With Words“) und John Searle aus den 60-er/70-er Jahren beleuchten Wesen und Funktion unseres Sprechens aus einer völlig neuen Perspektive. Ihr Ansatz ist, dass Sprechen immer Handeln ist, und dass „Informieren“ dabei nur eine von vielen anderen möglichen Handlungen darstellt. Mit Worten tun wir immer etwas!

Hier ein paar Beispiele für sprachliche Handlungen:

  • sich an etwas erinnern
  • etwas bekennen
  • eine Schlussfolgerung ziehen
  • einem Missverständnis vorbeugen
  • eine persönliche Anmerkung machen
  • etwas ergänzen
  • eine Erklärung abgeben
  • etwas beteuern
  • eine Begründung liefern
  • etwas richtigstellen
  • eine Forderung aufstellen … und vieles mehr!

Zu Inszenieren bedeutet also diesen anderen Blickwinkel einzunehmen: Frage dich nicht, welche Inhalte du mit deinen Sätzen mitteilst, sondern zu welchen Handlungen sich diese gruppieren. Du wirst dadurch eine neue, eine Art innerer Struktur deines Vortrags erhalten (gegenüber der äußeren Strukturierung des Inhalts, der Dramaturgie). Während die äußere Gliederung die Strukturierung von Text, Informationen oder Inhalten leistet, legt die Regie-Gliederung die Handlungsabfolge für deine Darbietung fest.

Ein Vortrags-Text verwandelt sich dadurch in ein Regie-Skript, auch Darbietungs-Partitur genannt. Dieses Regie-Skript könnte dann x Handlungseinheiten in deiner Präsentation definieren und so aussehen wie in diesem Auszug:

Präsentationsskript als Beispiel
Beispiel aus einem umfangreichen Regie-Skript für eine Keynote von Martin Heppner

Was ist eine „Handlung“?

Um das Regie-Skript vorzubereiten, das deine Bühnenpräsenz hervorbringt, brauchst du ein grundsätzliches Verständnis dafür, was es heißt, zu handeln. Nun, die allgemeinen Zutaten jeder Handlung sind: Situation, Impuls (Motiv) und Absicht. Denn wir handeln immer in einer Situation, aus einem Impuls heraus und in der Absicht, die gegebene Situation zu verändern!

Die Situation, in der du dich gemeinsam mit deinem Publikum befindest, ist bestimmt durch Anlass des Auftritts (der Rahmen, wie: Veranstalter, Veranstaltung), durch die deine Zuhörer bestimmende Gemeinsamkeit (zum Beispiel Berufsgruppe, Mitgliedschaft), ebenso wie durch die Location und den konkreten Raum, in dem du auftrittst. Darüberhinaus – und das ist wichtig – bestimmt sich die Situation auch durch die Interessen, Erwartungen, Vormeinungen, durch die Einstellung deines Publikums. Das sind die Gegebenheiten, innerhalb derer deine Bühnenpräsenz zur Wirkung kommt. Es gilt also, sich diese Ausgangssituation für die Handlungen deines Sprechens bewusst zu machen und sie aktiv zu nutzen.

Das Motiv deines Auftretens bezieht sich auf diese vorgegebene Situation. Denn es besteht darin, die Haltung, ja die Handlungen deines Publikums verändern zu wollen. Dein Motiv beantwortet die Frage nach dem Warum deines Sprechens (ja, das berühmte „Why“) und ist doch insofern in seiner Bedeutung für deine Bühnenpräsenz begrenzt, als es sich nur negativ, auf die Veränderung einer bestehenden Situation bezieht.

Viel fruchtbarer für Bühnenpräsenz ist daher die Kehrseite der Medaille: Nicht das Warum, sondern das Wozu, deine Absicht. Während die Motivation akzentuiert, wovon man weg will, definiert die Absicht das Wohin. Sie definiert das Ziel der Vortrtags.Handlung insgesamt und prägt in jedem Moment ihre strategische Form in den einzelnen Handlungsschritten oder -etappen. So kannst du an einem Punkt das Publikum von etwas überzeugen wollen, indem du ein Beispiel lieferst. (Ziel = Überzeugen; Strategie = durch Beispiel.)

Die Inszenierung baut ein Perpetuum Mobile des Handelns. Und genau dieses bringt deine Bühnenpräsenz hervor.

Denn eine fesselnde und persönliche Darbietung besteht eben genau aus diesen – präsent, hier und jetzt, vor dem Publikum – ausgefochtenen Konflikten, die dein Sprechen stimmig – und nicht bloß logisch – immer weiter entwickeln! In der Inszenierungsarbeit an deinem Vortrag wirst du als kleinstes Handlungselement eine einzelne Handlungseinheit definieren. Sie entspricht einer Strategie auf dem Weg zu deinem übergeordneten Handlungsziel.

Wenn eine Strategie scheinbar „mißlingt“, zu einem Konflikt führt, erfordert das Erfüllen der Handlungsabsicht (Grundabsicht) das sprachliche Eingehen einer neuen, einer anderen Strategie. Handeln und, darauf aufbauend, Bühnenpräsenz ist eine aus sich rollende Bewegung, die ihre Energie immer aus einer Art „Konflikt“, einem „Kampf“ zieht: der Kampf mit der Ausgangssituation (die verändert werden soll), aber auch der Kampf mit dem Thema und den gegebenen Vormeinungen. Und das jetzt, vor den Augen und Ohren des Publikums.

Die Handlungseinheit

Die Bestimmung der einzelnen Handlungsstrategien, über die du deine Grundabsicht im Sprechen erfüllst, das ist das primäre Gestaltungselement deiner Inszenierung: Die Handlungseinheiten deines Vortrags. Mit anderen Worten: Wenn du die Handlungsstruktur deines Vortrags bestimmst, gestaltest du die verschiedenen, aufeinander folgenden Handlungseinheiten. Auf diesen surft deine Bühnenpräsenz. Sie sind das Wasser, das dich trägt, indem sie deiner individuellen Persönlichkeit den Spielraum eröffnen.

Nach welchen Kriterien nun legst du die Handlungseinheiten fest? Beachte dafür natürlich deinen sprachlichen Inhalt: was für eine Strategie/Handlungseinheit legt dir deine Ausdrucksweise im Vortragstext vor? Eine Begründung (Begründungsstrategie) könnte mit den Worten beginnen: „Das liegt daran, dass …“ Etwas anzuzweifeln hingegen, würde vielleicht durch „Ich glaube eigentlich nicht, dass … “ entstehen. Das wichtigere Kriterium ist jedoch: Welche Strategien erfüllen auf ideale Weise die Grundabsicht deines Vortrags und sollen das Merkmal deiner Persönlichkeit werden?

Kläre also diese zwei Fragen:

  • Zu Beginn deiner Inszenierung wirst du dir über die Grundabsicht dieses konkreten Vortrags klar. Was möchtest du bei deinen Zuhörern erreichen? Welche Erkenntnis und welche Verhaltensänderung beabsichtigst du?
  • Wie willst du dafür den Weg gestalten: Welche – scheinbaren – Konflikte, Hindernisse, Teillösungen willst du einbauen, auf dem Weg zu deinem Ziel?

Im Verlauf des Inszenierens gestaltest du die Handlungseinheiten (Strategien), die deiner Grundabsicht zuliefern und dabei zugleich deinem persönlichen Redestil und deiner Individualität entsprechen.

Bühnenpräsenz definiert sich also als der erlebbare Ausdruck eines Wollens, das sich persönlich und individuell als fortwährendes Handeln in der Gegenwart vor dem Publikum ereignet. – Präsenz im Präsens.

Schwelle

Eine Schwelle ist zugleich Trennung und Verbindung zweier Strategien oder Handlungseinheiten. Mit diesem Begriff bezeichnen wir in der Regie den Übergang von einer Handlungseinheit in die nächste.

Eine Handlungseinheit besteht aus einem bis mehreren Sätzen (einzelnen Sprechhandlungen). Ja, sie kann sogar nur einen Teilsatz beinhalten. Z.B.: „Aber, Moment mal, // ich glaube nicht, dass dies die treffendste Definition ist.“ Nach „Moment mal“ könnte bereits eine neue Handlungseinheit beginnen. Dann entsteht der Eindruck einer unmittelbaren Erkenntnis und sogar einer Gedanken-Korrektur an dieser Stelle. Gleichzeitig aber zeigt die Schwelle (wie es der Begriff auch schon nahelegt), dass hier ein Übergang stattfindet: etwas in der vorherigen Handlungseinheit führt uns zu der neuen. Im Beispiel ist es der ausgeführte Stopp durch „Moment mal“, der die nächste Strategie – das Formulieren eines Zweifels („ich glaube nicht …“) vorbereitet.

Wenn wir zwei Handlungseinheiten als verschiedene markieren wollen, setzen wir dazwischen eine „Schwelle“. Sie zeigt an, dass danach eine neue Strategie, eine andere Handlungsweise beginnt. Jede Schwelle trennt so zwei Handlungseinheiten und setzt sie zugleich in ein Verhältnis zueinander: Die vorherige Handlungseinheit ernötigt die folgende.

Bühnenpräsenz lebt von diesen Handlungswechseln. Davon, dass fortwährend jede Handlung aus sich heraus – und nicht etwa nur der Abwechslung halber – eine neue, andere Handlung hervorbringt. Kreativität und Originalität wären hier vollkommen fehl am Platz. Allein die Stimmigkeit im Übergang zur nächsten Handlung wirkt wahrhaftig. Alles andere würde nur das Vorgefertigt-Sein des Ablaufs sichtbar machen, während Schwellen seine Spontaneität, die Echtheit des Wechsels, erlebbar werden lassen.

Impuls

Am Ende jeder Handlungseinheit generiert die Handlung selbst einen Impuls, der den Wechsel zur nächsten Handlung motiviert. Er ist die treibende und auch gestalterische Kraft des sprachlichen Handelns, weil das Sprechen nicht wirkt als wäre es in seinem Ablauf vorweg geplant. Jede sprachliche Handlung wird durch die vorausgehende hervorgerufen. Ja, auch und gerade dadurch, dass dies in der Vorbereitung so festgelegt wurde. Bühnenpräsenz entsteht immer dann, wenn das, was auf der Bühne geschieht, so vorbereitet wird, dass es dann nicht vorgenommen, sondern stimmig aus sich selbst heraus geschehen kann. Diese Aktualisierung des Sprechvorgangs, seine Motivierung im Jetzt geschieht durch das Setzen und Ergreifen der Impulse zur Handlungsänderung.

Die Inszenierung deines Vortrags hat die Aufgabe, dein Sprechen und seine Inhalte zu einem aktuellen Geschehen zu formen, zu einem quasi „spontanen“ Vorgang. Daher muss der Übergang von einer Handlungseinheit zur nächsten motiviert sein – und nicht einfach durch die Abfolge deiner Informationen als bereits festgelegt erscheinen.

Diese Motivierung der nächsten Handlung am Ende der vorherigen (also unmittelbar vor der Schwelle) leistet der Impuls. Ohne die Klärung bzw. ohne die Setzung eines Impulses durch dich als RegisseurIn wird deine Rede vom Publikum immer als vorgefertigtes Konstrukt erlebt. Überlege also bei jeder von dir gesetzten Schwelle, warum nun genau diese nächste Handlungseinheit entsteht. Und spreche dann aus dieser Motivation heraus: Bühnenpräsenz ist akutes, motiviertes Handeln mit deinen Sätzen.

Der Impuls bewirkt auch, dass die Schwelle, sowohl mental als auch sprechtechnisch gesehen, eine Pause (eine „Zäsur“) bedeutet. Denn er verändert den Lauf des Gedankengangs, den du äußerst. Hier nimmt dein Denken und damit auch dein dieses Denken abbildende Sprechen eine Wendung. Eine Richtungsänderung im Sprechvorgang aber kann nicht fließend geschehen. So, wie ein Slalomfahrer vor dem Fähnchen seine Geschwindigkeit drosseln muss, um seine Fahrtrichtung ändern zu können, so bewirkt der Impuls eine momentane Unterbrechung deines Sprachflusses.

Die Impulse sind entscheidend für deine Bühnenpräsenz, weil sie dir die deine Handlungen verlebendigenden Motive liefern.

Bühnenpräsenz in der Vortragsdarbietung

Bis hierher haben wir dies betrachtet: Wie bereitest du deine Bühnenpräsenz vor? Die Inszenierung deiner sprachlichen Handlungen war die Antwort darauf. Aber natürlich geschieht Bühnenpräsenz dann tatsächlich im Auftreten, in der Darbietung deines Vortrags oder deiner Präsentation.

Wie muss diese Umsetzung der Inszenierung in der Darbietung dann also beschaffen sein, um dich auf der Bühne als präsent zu erleben und auch vom Publikum so erlebt zu werden?

Lebendiges Sprechen

Wenn es eine Umschreibung von „Bühnenpräsenz“ gibt, dann trifft „lebendiges Sprechen“ es am besten. Diese Lebendigkeit ist nicht einfach schon Variabilität, Abwechslung, „Kreativität“! Sie meint ein Sprechen, das es schafft, den gewundenen Wegen des Denkens zu folgen. Eines Denkens, das echt, menschlich, unmittelbar ist und nicht auf Logik reduziert wurde. Denkend schlagen wir Wege ein, die wir unterbrechen, einen Umweg gehen und wieder zum Ursprungsgedanken zurückfinden. Denken geschieht – wenn es nicht bereinigt und fürs Überbringen präpariert wurde (wie man tote Tiere „präpariert“) – keineswegs linear oder in glatten Bögen. Es vollzieht sich, indem es Ebenen wechselt und einfügt, als ein lebendiger Vorgang in der Zeit des Sprechens.

Bühnenpräsenz erlangt seine Lebendigkeit im Sprechen, wenn es diesen Charakter echten Denkens sprachlich auch umsetzt und abbildet. Wenn es sein Publikum aus der Quelle trinken lässt und nicht bloß Wissen in fertig abgefüllten Flaschen serviert. Denn niemand will wissen, was du dir in der Vorbereitung ausgearbeitet hast. Alle brennen darauf, dir beim Denken zuzuhören.

Die „Magie“ von Hauptgedanke und Einschub

Handlungseinheiten (also das Material deiner Inszenierung) sind keine „Dinge“. Sie sind zeitlich ablaufende Vorgänge!

Auch wenn wir von „der“ Handlungseinheit, „der“ Strategie sprechen, so ist sie kein „Etwas“. Sie ist ein Geschehen. Kann auch dieses Handlungsereignis weiter bestimmt werden? Ja, und das muss es sogar. Damit die Präsenz deines Sprechens als Lebendigkeit von deinem Publikum erlebt werden kann.

Für deine Darbietung braucht es einen letzten Schritt der Inszenierung. Das ist die Charakterisierung der einzelnen Handlungseinheiten: Wie laufen sie ab? Die Methode dafür ist die Unterscheidung von Hauptgedanke und Einschub für jede Sprechhandlung (jeden „Satz“), aus dem eine Handlungseinheit besteht.

Klammere in einem Satz alle Satzteile oder Worte ein (ich verwende dafür eckige Klammern), die für den reinen Informationsgehalt dieses Satzes nicht unbedingt notwendig sind. Dabei darfst du jedoch den Satz weder umstellen noch ihn grammatikalisch zerstören; es muss ein korrekter Satz bleiben. Die aus Informationssicht überflüssigen Satzteile sind die Einschübe. Der pure Informationssatzteil ist der Hauptgedanke.

Z.B. „Ich interessiere mich [gleichermaßen] für Menschen wie für Krankheiten; [und] vielleicht machen sich diese [zwei] Seelen [auch] in der Tatsache bemerkbar, dass ich [gleichermaßen], [wenn auch nur unzulänglich], theoretisch und szenisch arbeite…“

Durch die Einschübe wird die Handlungseinheit auf mehrere Ebenen verteilt, zwischen denen der Sprechende im Sprechen des Vortrags wechseln muss. Diese Wechsel bestimmen den hörbaren Verlauf deines Denkens. Auch hier wirst du – um die Wechsel sprachlich vollziehen zu können – vor und nach jedem Einschub eine sehr kurze „Pause“, eine Zäsur im Sprechen setzen müssen.

Bühnenpräsenz lebt sprachlich genau davon: von einem Sprechen, das die verzwickten Wege unseres jetzt geschehenden Denkens verständlich abbildet. Es klingt – hier so beschrieben – kompliziert. Wenn du diese Technik jedoch einmal raus hast, wirst du merken, wie dein Sprechen aufatmet. Weil es endlich auch auf der Bühne ausdrücken kann, dass und wie du denkst. Das will es nämlich. Ja, das ist der Sinn des Sprechens überhaupt. Unser Inneres nicht nur im Inhalt, sondern auch in der persönlichen Form … teilen.

Sind Story-Acting und Bühnenpräsenz auch etwas Körperliches?

Und ob! Aber vermutlich anders, als du denkst.

Natürlich denken wir beim Begriff „(story-)acting“ und Bühnenpräsenz immer auch oder vielleicht sogar vornehmlich an Bewegungen, an Mimik und Gestik – an etwas Körperliches. Schließlich wird auch „Präsenz“ selbst oft mit „Charisma“ oder „Ausstrahlung“ umschrieben und somit in einen direkten Bezug zu etwas Sichtbarem oder zumindest Wahrnehmbaren gebracht.

Elma Esrig mit dunklen Locken, weißer Bluse und grauer Nadelstreifen-Hose steht vor einem verschwommenen hellen Hintergrund. Sie blickt in Richtung ihrer Schulter nach links.
Der Körper ist der zentrale Ort von Präsenz

Der Ursprung, auf den sich Bühnenpräsenz stützt, ist jedoch kein mimisches oder gestisches Ballett, vorgefertigt und kontrolliert. Sondern zuallerst eine körperliche Haltung, die der entspannten Aufspannung. Weil sie es ermöglicht, dass dein Körper durchlässig wird für echten, von Innen nach Außen durchkommenden Ausdruck. Einen, der nicht gemacht, sondern (gekonnt) zugelassen wird.

Aus dieser Grundhaltung entsteht ein handlungsbereiter Körper, der von sich her mimisch und gestisch agiert, weil er verkörpert, was die Person ist und denkt und will.

Der für Bühnenpräsenz zentrale Handlungsgedanke setzt sich auch hier fort, im Körperlichen: Gesten sind simulierte Handlungen. In der Wissenschaft gelten Gesten kognitiv als verkörperte Simulationen: Sie externalisieren gedachte Handlungen und stützen Sprachproduktion, Imagination und Erinnerung – zentral fürs „Handeln“ einer Story auf der Bühne. Für Storyacting und Bühnenpräsenz heißt das: sichtbar denken (Gestik, Raum, Tempo) ist Teil der Bedeutungserzeugung und der Wirksamkeit deines Auftretens. (Springer Nature)

Tatsächlich wird Bühnenpräsenz durch dein körperliches Auftreten im Moment der Darbietung entscheidend mitbestimmt. Selbst dann, wenn du in einem Vortrags-Call nur auf einem Bildschirm zu sehen bist. Um wieviel mehr, wenn du live vor Publikum auftrittst.

Hier sind mehrere Aspekte entscheidend: Zunächst die nonverbalen Elemente, wie Körperspannung, Körperhaltung, Position im Raum, Blick … Darüberhinaus aber natürlich auch die sprachliche Umsetzung deiner Inszenierung durch stimmliche Gestaltungstechniken, durch Pausen („Zäsuren“) und Betonungen. Auch dein Stimmsitz und die Atmung wirken hier grundlegend hinein.

In der letzten Arbeitsphase an Story-Acting geht es natürlich um die Verkörperung deiner Handlungen. Diese selbst aber könnte man ihrerseits schon als Verkörperungen deiner Gedanken bzw. deiner Grundabsicht betrachten. In der Darbietung formen sich die geistigen und intellektuellen Ebenen deines Vortrags zu einem sinnlichen Ereignis. – Das, diese Darreichung eines sinnlichen Ereignisses, dessen „Inhalt“ geistiger Natur ist, das erleben wir als Bühnenpräsenz!

Was gibt es also zu tun für deine Bühnenpräsenz?

Es braucht zunächst ein Bewusstsein dessen, was Bühnenpräsenz wirklich ist: Keine Begabung oder Gabe, sondern eine Auf-Gabe. Dann ein Wissen um die Techniken der Präsenz – körperlich, geistig, sprachlich. Vor allem aber muss dieses Bewusstsein und Wissen ein Können werden. Alle drei Aspekte zusammengenommen formen Kompetenz.

In einem Zuschauerraum mit dunklen Wänden und hellen Stühlen, die in aufsteigenden Reihen angeordnet sind, sitzen in zwei Reihen hintereinander Elma Esrig und Martin Heppner. Er hat eine Glatze und eine markante Brille, sie dunkle Locken. Er trägt eine weißes Hemd offen über einem dunklen T-Shirt und eine dunkle Hose. Sie trägt eine weiße Bluse. Martin hält ein Schriftstück in der Hand und spricht. Elma schräg hinter ihm hat den rechten Unterarm auf seinem Stuhlrücken aufgestützt, mit dem linken Arm stützt sie ihren Kopf und hört ihm zu, während ihr Blick ihm ernst zugewandt ist.
Vom Skript zur bühnenpräsenten Darbietung

So ausführlich ich in diesem Beitrag die wichtigsten Zutaten beschrieben habe, so wenig ausreichend ist es dennoch. Kompetenz erlangst du durch Training: durch Wege, die das Können hervorbringen, durch üben im Sinne von „ausprobieren“, durch üben im Sinne von „festigen“.

Dafür stehe ich dir mit meinen Kursen im 1-zu-1, konkret zu deinem anstehenden Vortragsprojekt, oder in meinem aktuellen Gruppen-Programm ALLES AUßER GEWÖHNLICH zur Seite.

Elma Esrig blickt leicht lächelnd in die Kamera. Sie ist als Porträt zu sehen und man erkennt eine weiße Bluse mit Spitzen.

Elma Esrig – „wissen macht wirkung, aber nur, wenn es nicht bloß vorgetragen und überbracht wird.“

Meine Überzeugung ist:  Das Rad des Auftretens und Vortragens muss eben doch neu erfunden werden! Nicht weiter die Kopie einer Kopie einer Konvention abliefern, weil man glaubt, "das gehört so", so reden gute Redner, das erwartet das Publikum. Sondern mit Präsenztechniken körperlich, geistig und sprachlich a n d e r s handeln.
Dafür und darauf: sich anders vorbereiten.

So sind wir Menschen: Wir lieben es, intellektuell verführt zu werden.
Und dieses Verführen ist mein Metier.

Mehr über mich erfährst du hier >

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Hol sie dir, unsere Artistic Intelligence News.

Der Newsletter für alle, die stark auftreten wollen und etwas ganz Besonderes vorhaben mit Vortragen und Präsentieren.

>