Bessere Präsentationen halten: Diese 5 Wahrheiten machen den Unterschied

Martin Heppner  - 26.01.2026 - Vortragen & Präsentieren – Aktualisiert: 26.01.2026 - Kommentare: 0


Eine Frau hat ein Vogel-Kostüm mit einem übergroßen Schnabel über dem Kopf. Das Bild ist in rot-lila-grün verlaufenden Farben getaucht. Darauf die Headline "5 Wahrheiten, die den Unterschied für bessere Präsentationen machen".

Die verborgene Kunst der Wirkung

Du willst deine nächste Präsentation so halten, dass sie wirklich hängen bleibt – aber weißt nicht genau, was du dafür anders machen musst? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel zeige ich dir 5 Wahrheiten, die dir helfen, deine Präsentation authentisch, klar und wirkungsvoll zu gestalten. Ohne nervöses Herumstammeln, ohne PowerPoint-Overload – dafür mit echter Verbindung zum Publikum.

Martin (links) und Elma (rechts) sitzen nebeneinander mitten in einer Stuhlreihe vor schwarzem Hintergrund. Auf dem Bild ist groß das Buch "wissen macht wirkung" eingeblendet
Die zentralen Punkte für präsentes Auftreten – onsite wie online – findest du in unserem Buch wissen macht wirkung

1. Präsenz ist keine Gabe, sondern eine Aufgabe

Wir neigen dazu, wirkungsvolle Präsenz als angeborenes „Charisma“ oder besonderes Talent anzusehen – man hat es oder man hat es nicht. Das Buch stellt dieser Annahme eine befreiende These gegenüber: Präsenz ist keine mystische Gabe, sondern eine erlernbare Fähigkeit. Elma bringt es auf den Punkt:

Präsenz ist keine Gabe, sondern eine Auf-Gabe. Sie ist eine Fähigkeit, die es sich anzueignen gilt.

Diese Erkenntnis ist unglaublich ermächtigend, denn sie verlagert den Fokus von einer vermeintlich feststehenden Eigenschaft auf eine trainierbare Kompetenz. Anstatt sich mit einem Mangel an „Ausstrahlung“ abzufinden, erhältst du die Kontrolle zurück. Du kannst deine Präsenz gezielt aufbauen, professionalisieren und so zur Grundlage deiner Wirkung machen.

2. Kommunikation hat (fast) nichts mit Reden zu tun

Diese provokante Idee stellt die landläufige Meinung auf den Kopf, dass es bei einer Präsentation primär um den Austausch von Informationen geht. In Wahrheit ist das nur ein kleiner Teil des Ganzen. Der wahre Schlüssel zum Erfolg liegt in der Beziehung, die du zu deinem Publikum aufbaust. Die Neurowissenschaft bestätigt: Wir sind emotionale Wesen, die ihren Verstand oft nur heranziehen, um eine bereits auf emotionaler Ebene getroffene Entscheidung rational zu begründen.

Entscheidend ist vielmehr die Qualität der Beziehung.

Dieser Perspektivwechsel verändert die gesamte Vorbereitung. Statt sich nur auf den Feinschliff von Worten und Folien zu konzentrieren, rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie schaffe ich Vertrauen, Resonanz und eine echte menschliche Verbindung? Der Fokus verschiebt sich vom reinen Senden von Informationen hin zum Aufbau einer tragfähigen Beziehungsebene.

Das stellt uns im Kontext von OnlineMeetings, Webinaren und OnlinePräsentationen vor die Herausforderung: Wie können wir in diesem kleinen technischen Raum zwischen Webcam und Monitor Präsenz erzeugen und unsere Persönlichkeit zur Geltung bringen? 

Darauf gibt das Buch seine eigenen Antworten: beginnend mit einem technischen Setup, das die Einschränkungen von Kamera, Mikrofon und künstlichem Licht vergessen lässt. Genauso wie Strategien, die die Sichtbarkeit des Vortragenden beim Präsentieren erhält, anstatt ihn in einer briefmarkenkleinen Randkachel verschwinden zu lassen.

3. Erzähle keine Story – sei die Story

Storytelling ist in aller Munde, doch das Buch geht einen entscheidenden Schritt weiter und stellt dem das Konzept des „Storyacting“ gegenüber. Der Unterschied ist fundamental: Anstatt eine abgeschlossene, vorbereitete Geschichte zu erzählen, wird der Vortrag selbst zum live erlebten Ereignis. Das Publikum wohnt einem Denkprozess bei, der sich im Moment entfaltet. Im Buch fassen wir es in einer Metapher zusammen: „Lass deine Zuhörer doch direkt aus der Quelle trinken und serviere nicht abgefüllte Flaschen mit shiny Etiketten.“

Du erzählst keine Story, dein Vortragen ist die Story!

Eine Präsentation wird dadurch ungleich lebendiger, authentischer und fesselnder. Du reproduzierst nicht nur das Ergebnis eines längst abgeschlossenen Denkprozesses, sondern lässt dein Publikum direkt an der Quelle, am Denkprozess selbst, teilhaben. Dein Vortrag wird zu einem dynamischen Geschehen, das nicht nur informiert, sondern bewegt und ansteckt.

4. Hol dein Publikum nicht ab, ziehe es an

Der Ratschlag, das Publikum „dort abzuholen, wo es steht“, ist weitverbreitet. Wir schlagen in unserem Buch eine kraftvollere, strategischere Alternative vor. Anstatt sich den Erwartungen anzupassen, geht es darum, eine bewusste „dramatische Struktur“ zu schaffen. Durch die eigene Haltung, die klare Positionierung und den Mut, auch einmal unkonventionell zu sein, erzeugst du einen Sog. Du kommst dem Publikum nicht entgegen – du ziehst es aktiv an.

Hol dein Publikum nicht ab, ziehe es an.

Dieser Ansatz führt zu unvergesslicheren Auftritten, weil er auf Authentizität und Anziehungskraft statt auf Anpassung setzt. Es geht darum, mit den Erwartungen des Publikums zu spielen, sie gezielt und kreativ zu „enttäuschen“ und überraschende Wege zu gehen. So schaffst du kein vorhersagbares Referat, sondern ein Ereignis, das in Erinnerung bleibt.

5. Deute deine Angst um: Warum „Ich bin aufgeregt“ stärker ist als „Bleib ruhig“

Lampenfieber ist für viele die größte Hürde. Der instinktive Versuch, die Angst zu bekämpfen und sich zu beruhigen, ist jedoch tatsächlich kontraproduktiv. Wir halten es eher mit der wissenschaftlich fundierten Strategie der Forscherin Alison Wood Brooks von der Harvard Business School: Deute die physiologische Anspannung nicht als Angst, sondern als positive Aufregung (excitement). Ihre Studie belegt, dass diese einfache Umdeutung zu einer signifikant besseren Leistung führt.

Anstatt zu versuchen, ‚ruhig zu bleiben und weiterzumachen‘, beginnt der Weg zum Erfolg eher damit, sich einfach zu sagen: ‚Ich bin aufgeregt‘.

Du musst deine Nervosität nicht bekämpfen und zu eliminieren versuchen. Indem du die Energie, die in der Anspannung steckt, als positive Kraft für deinen Auftritt nutzt, verwandelst du eine potenzielle Schwäche in eine Stärke. Dies ist ein praktischer und psychologisch kluger Weg, um mit einer der größten Herausforderungen beim öffentlichen Sprechen konstruktiv umzugehen.


Fazit: Dein Weg zur Wirkung

Echte Wirkung entsteht nicht durch das Befolgen starrer Regeln oder das Anwenden rhetorischer Tricks. Sie ist das Ergebnis einer bewussten Haltung – einer Haltung, die auf erlernbarer Präsenz, dem Aufbau von Beziehungen und authentischem Handeln im Moment basiert. Diese Erkenntnisse fordern uns auf, mutiger, persönlicher und letztlich menschlicher zu präsentieren.

Alles zum präsenten Auftreten – onsite wie online – findest du in unserem Buch wissen macht wirkung. Infos und ausgewählte Inhalte zum Buch findest du hier auf unserer Website. Erhältlich ist das Buch direkt beim Verlag Frank & Timme.

Martin Heppner – „Kommunikation hat (fast) nichts mit Reden zu tun. Entscheidend ist die Qualität der Beziehung.“

Über mich:  Das Thema Kommunikation zieht sich durch mein gesamtes Berufsleben. Knapp 25 Jahre in eigener Werbeagentur – Weiterbildungen in NeuroKommunikation und NeuroDidaktik haben mich zu der Frage geführt, was überhaupt beim Kommunizieren genau passiert. Meine Erfahrung und mein Wissen bringe ich ein in dem so speziellen und schwierigen Umfeld von VideoCalls, OnlinePräsentationen und Webinaren. Ich berate und trainiere dich in deiner VideoKommunikation, mit starker Präsenz, mit Präsentationen, die anders sind als bisher, und anders als die anderen. 

Mehr über mich erfährst du hier >

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